Warenkunde Kochtöpfe – die Enstehung der Kochtöpfe

Eines der ältesten Zivilisationsgüter der Menschheit ist der Kochtopf.

Die Nutzung von Kochwerkzeugen auf offenem Feuer geht etwa 4,5 Millionen Jahre zurück. Dies wird durch Funde aus Gongwangling in China und dem Oldowan in Afrika nachgewiesen.

Fundstellen von Feuerstellen zum Kochen die etwa 700.000 Jahre im Norden Israels und etwa 600.000 Jahren auch in Europa zurück liegen, sind nicht eindeutig belegt. Eindeutige Feuerstellen und deren Nutzung in Europa liegen etwa 300.000 Jahre zurück.

Sicher ist, dass die Neandertaler bereits vor etwa 150.000 Jahren Töpfe benutzt haben. Jedoch waren dies nicht Kochtöpfe in unserer heutigen Form, sondern einfache Vertiefungen die in den seitlichen Ausläufern eines Vulkans gemeißelt und vom Vulkan beheizt wurden.

Erfindungsreiche Menschen haben durch die starke Zunahme der Bevölkerung, Töpfe aus Stein heraus gemeißelt. Durch das große Gewicht, waren diese Art von Töpfe nur bedingt für den täglichen Gebrauch geeignet.

Schon 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurden in Jericho keramische Kochwerkzeuge aus gebranntem Ton gefunden.

In der Bronzezeit hat der Mensch Metall entdeckt. Was zunächst mit der Herstellung von Löffeln und anderem Werkzeug aus Bronze begann, hat dann auch bald zur Herstellung von Töpfen geführt, die auch sehr schnell populär wurden.

Da für die einfache Bevölkerung Töpfe aus Metall unerschwinglich waren, wurden von der Antike bis ins Mittelalter Kochtöpfe aus Tonkeramik hergestellt. Diese Art der Herstellung von Kochtöpfen blieb bis heute erhalten.

Im Orient, Ägypten, China und Skandinavien wurden auch Töpfe aus Speckstein hergestellt, dieses Gestein wurde deswegen auch Topfstein genannt. Aus den südlichen und den Schweizer Alpen ist der Lavezz-Stein für die Herstellung von Kochgeschirr seit dem 13. Jahrhundert bekannt.

Im 15. Jahrhundert kamen die ersten Kochtöpfe aus Eisen, Gusseisen, Stahl, Kupfer oder Messing in den Küchen zum Einsatz. Erst im 19. Jahrhundert kamen mit der Erfindung von Aluminium auch Kochtöpfe aus diesem Material dazu.

Töpfe aus diesen Materialien übertragen die Wärme sehr gut auf das Kochgut und leiten gleichzeitig überschüssige Wärme gut ab.

Mit dem zunehmenden Einsatz von Elektroherden wurde die Entwicklung von Töpfen mit Plangedrehten Topfböden notwendig, damit eine gute Wärmeübertragung sichergestellt wird.

Eine in unserer Zeit moderne Möglichkeit ist die Erhitzung von Kochgut über Induktion auf einem Induktionsherd. Hierzu werden allerdings Töpfe mit magnetischen Böden benötigt.

Häufig sind heute Töpfe aus Edelstahl, Aluminium und Stahl mit einer Oberflächenbeschichtung versehen, die ein Anbrennen verhindern und die Reinigung erleichtern sollen.

Fast alle Arten von Kochtöpfe werden diese mit einem oder zwei Griffen zur besseren Handhabung ausgestattet. Diese Griffe wurden früher angenietet oder angelötet. In der Weiterentwicklung wurden diese Griffe dann mit schlecht Wärmeleitenden Kunstoffen überzogen.

Eine besondere Form des Topfes ist der Stieltopf, die Kasserolle - er hat keine Henkel, sondern einen Stiel.

Die meisten Kochtöpfe haben einen mit einem Griff ausgestatteten Deckel, der durch sein Eigengewicht den Topf verschließt. Es entsteht dadurch ein geringer Überdruck, der sich auf die Zubereitung von Speisen jeder Art günstig auswirkt. Meistens bestehen diese Deckel aus dem gleichen Material wie der Kochtopf. Heute kommen auch Deckel aus Glas zum Einsatz.