Warenkunde - Krauthobel
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Schon die Chinesen kannten vor über 2000 Jahren das vergären von Kraut zu Sauerkraut. Hat man in den Anfängen das Kraut noch mit Messern geschnitten, gab es wie durch Ausgrabungen bei den Römerkastellen belegt, im ersten Jahrhundert bereits Krauthobel.

Die Handkrauthobel haben sich bis heute kaum verändert. Gute Krauthobel werden aus unbehandeltem Buchenholz hergestellt. Damit ganze Kohlköpfe verarbeitet werden können sind diese Hobel sehr groß.

Professionelle Krauthobel sind zwischen 60 und 100 cm lang und zwischen 30 und 50 cm breit. Sie bestehen aus einem Grundbrett von 1 bis 2 cm dicke und haben seitlich angebrachte Führungsschienen.

Dazu gehört ein Schubkasten, der die Arbeit beim Hobeln des Krautes vereinfacht. Zum besseren halt sind die Schubkastenteile gezinkt und nicht verleimt. In der Mitte des Brettes sind zwischen 1 und 5 herausnehmbare geschmiedete Messer eingearbeitet die durch Führungsschienen gehalten werden. Mit diesen Führungsschienen kann auch die dicke des zu hobelnden Krautspans eingestellt werden.

Bei den ersten Krauthobeln mit Führungsschienen waren die Führungsschienen auf der Innenseite noch glatt. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden in die Führungsschienen auf der Innenseite Nuten eingefräst. Dazu wurden an den Außenseiten des Krautschubkastens vier Laufrollen befestigt, was für einen guten halt des Schubkastens beim hobeln des Krautes sorgt.

Die Messer des Krauthobels bestanden aus geschmiedeten Eisen. Da diese Messer sehr schnell rosten, mussten diese nach dem Gebrauch eingeölt werden. Bei neuen Krauthobeln sind diese Messer heute aus rostfreiem Stahl oder Edelstahl.