Kartoffel

der unterirdische Knollengenuss




Kategorie: Gemüse - Knollengemüse - Kartoffel

Kartoffeln
 In dieser Tabelle kannst Du Informationen über Kartoffelsorten erhalten
 Thema  Einzelheiten
 Mehlig kochend:  mehliger Mühlviertler
   Reichskanzler
   Vogtländische Blaue
   Wite Elephant
 vorwiegend
 Festkochend:
 Ackersegen
   Bintje
   Milva
 Festkochend:  Bamberger Hörndla
   Linda
   Sieglinde
 schnell kochend:  Mayan Gold
 Besondere
 Kartoffelsorten:
 Herrmanns Blaue
   Highland Burgundy Red
   Vitelotte
 Rezeptregister-Nr:  K197
 Erfassungsdatum:  26. 09. 2011

Beschreibung:

Die Kartoffel ist weltweit eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit. Der Name leitet sich von Tartufolo dem italienischen Wort für Trüffel ab.

Erste hinweise der Nutzung der Kartoffel fand man auf Chiloé einer Insel vor Argentinien. Man schätzt, dass diese Funde der wilden Kartoffel etwa 13000 Jahre alt sind. Die heute in Chile angebauten Kartoffelsorten stammen vermutlich auch von den Peruanischen Andenkartoffeln ab.

Die heute angebauten Kartoffeln stammen von verschiedenen Sorten aus den Anden, Venezuela und Argentinien ab. Als Ursprungsland der heutigen Kartoffel vermutet man Peru. Hier gibt es mehr als 3000 Kartoffelsorten. Die meisten davon können jedoch nur in den Anden angebaut werden, da sie wegen ihrer klimatischen Ansprüche an anderen Orten in der ganzen Welt nicht gedeihen.

Auf der ganzen Welt gibt es etwa 5000 Kartoffelsorten, welche aufgrund der unterschiedlichen Verwendungszwecke und der weit auseinander liegenden Anbaugebiete speziell gezüchtet wurden.

Ungeklärt ist, wie die Kartoffel nach Europa kam. Fest steht dass die Kartoffel von Südamerika zunächst auf die Kanarischen Inseln und dann auf das spanische Festland kam. Geschichtlich ist der Transport erstmals im Jahr 1567 belegt. Der Transport ging nach Antwerpen und bestand aus drei Fässern mit Kartoffeln, Orangen und Zitronen. Im Jahre 1574 wurden zwei Fässer Kartoffeln von Teneriffa nach Rouen in Frankreich verschifft. Deshalb geht man von der Annahme aus, dass die Kartoffeln seit 1562 auf den Kanaren kultiviert werden.

Die frühesten hinweise für den Kartoffelanbau in Spanien stammen aus dem Jahr 1564. Jedoch ist dies nicht genau belegt. Wahrscheinlich ist, dass die Kartoffel 1570 nach Spanien kam. Geschichtlich belegt ist der Einkauf von Kartoffeln in den Büchern des Hospital de la Sangre in Sevilla aus dem Jahr 1573.

Aus England ist der Anbau seit 1596 aus einem Katalog der Pflanzen bekannt, die der Botaniker John Gerard in seinem Garten in Holborn züchtete. Fest steht, weder Francis Drake noch Walter Raleigh die Kartoffel nach England brachten.

Ursprünglich wurde die Kartoffel wegen der schönen Blüte und dem üppigen Laub als Zierpflanze nach Europa gebracht. In den fürstlichen Gärten des 16. Jahrhunderts war die Kartoffel als Zierpflanze ein muss.

In Deutschland wurden 1647 die ersten Kartoffeln während der Regierungszeit von Ferdinand III Pilgramsreuth (Oberfranken) angebaut. Bereits 1621 erschien In Linz in Österreich das erste Kochbuch mit Kartoffelrezepten vom Benediktinerabt Caspar Plautz.

Der landwirtschaftliche Anbau begann 1684 in Lancashire England, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen und 1783 in Frankreich.

Am 24. März 1756 erließ der "Alte Fritz" eine Verordnung an alle preußischen Beamten, sämtlichen Untertanen den Kartoffelanbau "begreiflich" zu machen. Die Einführung als Nahrungsmittel begann 1763 in der Mark Brandenburg, mit der Trockenlegung des Oderbruchs und im Brauschweigischen Amt Calvörde.

In Preußen wurde die Kartoffel vom "Alten Fritz" mit einer Verordnung am 24. März 1756 an alle preußische Beamten, dass sie alle Untertanen den Kartoffelanbau

Nachdem sich die Kartoffel in Europa als Grundnahrungsmittel durchgesetzt hatte, haben die Europäer sie überall mitgebracht wo sie sich niedergelassen haben. Heute wird die Kartoffel außerhalb der tropischen und arktischen Klimazonen weltweit angebaut.

Neben den einheimischen Kartoffeln werden auch Kartoffeln aus Sizilien, den kanarischen Inseln, aus Ägypten und Südafrika zum Verkauf angeboten. Auf Teneriffa und Madeira sind zwei Ernten im Jahr möglich, dort wachsen die Kartoffeln unter Palmen und neben den Bananenplantagen. Der Export dieser Kartoffeln erfolgt hauptsächlich in die Staaten der Europäischen Union.

Im Alpenraum werden die Kartoffeln bis zu einer Höhe von 2000 Metern nur noch selten angebaut. Das einzig größere Anbaugebiet ist in der österreichischen Lungau. Diese Kartoffeln sind unter der Bezeichnung "Lungauer Eachtling" bekannt.

Sowohl die Samen und alle grünen Teile der Kartoffelpflanze sind für den Menschen ungenießbar bis giftig. Weiterhin sind die so genannten grünen Kartoffeln nicht zum Verzehr geeignet.