Paprika

von Südamerika hat dieses Gemüse seinen Einzug in fast allen Küchen dieser Welt gehalten




Kategorie: Gemüse - Paprika - Chilis

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Rezeptregister-Nr: P209
Erfassungsdatum: 24. 09. 2011

Beschreibung:

Paprika ist wie die Kartoffel, die Tomate und sämtliche Tabaksorten ein Nachtschattengewächs. Als Paprika wird sowohl die Pflanze als auch die Frucht der Paprikapflanze bezeichnet. Dazu zählen auch sämtliche Chilis und Peperonis.

Sämtliche Paprika, Chilis und Peperonis sind unterschiedlich scharf. Dafür verantwortlich ist der Stoff "Capsaicin" der in den Früchten in unterschiedlicher Mengen eingelagert ist.

Ursprung aller Paprika-Arten ist wahrscheinlich Südamerika. Die verschiedenen Arten von Paprika wurde wahrscheinlich von Südamerika nach Mittelamerika gebracht.

Das bereits im Jahre 7000 vor unserer heutigen Zeitrechnung, Paprika als Kulturpflanze angebaut wurde, konnte bei Ausgrabungen in einem Tal bei Tehuacan in Mexiko gefunden werden. Zuerst wurden nur die Wildformen der Paprikapflanze kultiviert.

Echte Züchtungen von verschiedenen Paprikapflanzen können seit 5200 vor unserer heutigen Zeitrechnung nachgewiesen werden. Heute werden aus dieser Zeit noch fünf Sorten angebaut.

Die ersten Belege für den Anbau von Chilis stammt aus der Zeit um 4100 vor unserer Zeitrechnung aus dem heutigen Ecuador.

Durch die Entdeckung Amerikas von Christopf Columbus, der ja eigentlich, um das Pfeffer- und Gewürzmonopol der Venezianer der aus Indien stammenden Gewürze, zu durchbrechen, einen neuen Weg nach Asien suchte.

Die nach Europa mitgebrachten Samen wurden sehr bald in Spanien erfolgreich angebaut und kultiviert. Deshalb ist Paprika auch noch heute unter dem Namen "spanischer Pfeffer" bekannt.

Durch den zunehmenden Welthandel der Portugiesen breiteten sich die verschiedenen Paprikasorten sehr schnell von Afrika über Südostasien bis nach Japan aus. In vielen asiatischen Ländern sind die verschiedenen Paprikasorten fester Bestandteil der dort heimischen Küche, in der bis dahin nur Ingwer und Pfeffer als scharfe Gewürze in der Küche benutzt wurden.

Die ersten Kulturpflanzen von Paprika im deutschsprachigen Raum stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Paprika wurde zu dieser Zeit meistens als Topfpflanze gezüchtet.

Die meisten heute bekannten Paprika und Chilisorten sind wahrscheinlich aus der heute noch angebauten Sorte "Tepin" entstanden. Die sehr scharfen Früchte des "Tepin" sind rund und etwa einen Zentimeter im Durchmesser. Die bekannteste Sorte die aus dem "Tepin" entstand, ist die heutige "Jalapeno", der österreichische "halblange Vulkan" und die japanische "Shishitou".

Fast alle der heute angebauten Paprika- und Chiliarten basieren auf einer Wildform, die meistens sehr kleine Früchte tragen. Diese werden bis heute noch in Mexiko, Brasilien und Bolivien gesammelt und frisch oder getrocknet verkauft.

Mittlerweile werden fast alle Paprika- und Chilisorten im Mitteleuropäischen Raum angebaut und auf den Märkten zum Verkauf angeboten.

In Deutschland hatte Paprika bis zum ende des zweiten Weltkrieges geringe Bedeutung. Paprika wurde erst durch die bei uns lebenden Türken, Italiener, Spanier, Griechen und Ungarn bekannt und verbreitet.