Kohl - Rotkohl

das Wintergemüse schmeckt nicht nur im Winter




Kategorie: Gemüse - Kohl

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 Rezeptregister-Nr:  R278
 Erfassungsdatum:  07. 01. 2013
   

Beschreibung:

Rotkohl auch Rotkraut, Blaukraut, Blaukohl und in der Schweiz Rotkabis oder Blaukabis genannt ist eine Kohlsorte die aus unseren heimischen und auch aus der Internationalen Küche nicht mehr wegzudenken ist.

Für den Rotkohl gibt es keine einheitliche deutsche Bezeichnung. In Norddeutschland und im nördlichen Ostdeutschland hat sich die Bezeichnung "Rotkohl" durchgesetzt.

Während in Mitteldeutschland, Österreich und der Schweiz sich die Bezeichnung "Rotkraut" eingebürgert hat.

Im Rheinland ist der Rotkohl und der Bezeichnung Rot/Blaukappes bekannt.

Der meist runde Kohlkopf hat eng aneinander liegende Blätter, die sich im rohen zustand schlecht voneinander lösen lassen. Die Blätter des Rotkohls sind je nach Bodenbeschaffenheit Lila bis Bläulich. Bei der Zubereitung von Rotkohl kann sich die Farbe des Kohls durch Zugaben von Essig oder Äpfel in ein kräftiges Rot wandeln.

Rotkohl ist ein typisches Wintergemüse das auf nährstoffreichen Böden mit ausreichender Feuchtigkeit gut gedeiht. Die Aussaat oder Pflanzung der Setzlinge erfolgt im zeitigen Frühjahr. Im späten Herbst zu Beginn des ersten Frostes kann der bis zu 5 Kilogramm wiegende Rotkohl geerntet werden.

Rotkohl enthält reichlich Ballaststoffe, Eisen, Senföle, Zucker und Vitamin C.

Wann die Kultivierung von Rotkohl begonnen hat ist unbekannt

Frischer Rotkohl sollte immer kräftige, feste und matt glänzende Blätter. In den Monaten Mai und Juni kommt er als Frühkohl auf den Markt. Als mittelfrüher Kohl wird er von Juli bis Oktober angeboten. Die späten Sorten werden in den Monaten November und Dezember als Winterkohl angeboten.

Mittlerweile ist frischer Rotkohl das ganze Jahr über erhältlich. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt der Rotkohl bis zu 14 Tage frisch. Angeschnittene Rotkohlköpfe bleiben in Frischhaltefolie verpackt im Gemüsefach genauso lange frisch.

Entfernt man den Wurzelstock und die äußeren Hüllblätter, kann man den Rotkohl auch im kühlen Keller, auf Stroh gelagert, den ganzen Winter über frisch halten. Gesunde Kohlköpfe können auch am Wurzelstock zur Überwinterung im Keller aufgehängt werden.

Roh wird Rotkohl meistens als Salat verzehrt. Als Gemüse wird der Rotkohl unter Zugabe von Äpfeln, Gewürznelken, Muskat und Lorbeerblättern, geschmort oder gekocht.

Im Norddeutschen und Badischen Raum werden um ein kräftiges rot zu erhalten noch Wein oder Essig dazu gegeben.

In Schwaben, Franken und Bayern hat sich außerdem noch die Zugabe von Natron und Zucker durchgesetzt. Die Zugabe von Natron bewirkt, das der Rotkohl beim kochen, eine kräftig bläuliche Farbe bekommt, weshalb er auch in diesen Regionen auch als Blaukraut angeboten wird.

Rotkohl wird meistens in feine Streifen geschnitten roh, gekocht oder geschmort verzehrt.

In letzter Zeit haben sich in den Gourmetküchen auch Rotkohlrouladen durchgesetzt.

Im gekochten oder geschmorten Zustand wird Rotkohl meistens als Beilage für Schweine, Gänse-, Enten oder Sauerbraten serviert.