Zwiebeln

Die Zwiebel ist in unserem Kulturkreis eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel

Winterzwiebel


Kategorie: Gemüse - Zwiebeln

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Rezeptregister-Nr: Z267
Erfassungsdatum: 09. 09. 2011

Beschreibung:

Die genaue Herkunft der Zwiebel ist nicht mehr genau zu belegen. Vermutlich kommt die Zwiebel aus Zentralasien. Durch die Jahrtausende Kultivierung und die Vielfalt der Sorten hat man die ursprüngliche Wildpflanze aus den Augen verloren. Bekannt ist auch, dass wild wachsende Zwiebelarten in Nordamerika von den dort lebenden Menschen gesammelt und verzehrt wurden.

Welche Zwiebelsorte uns seit dieser Zeit begleitet hat, ist nicht genau bekannt. War es die Sommerzwiebel, die Winterzwiebel oder gar die ägyptische Zwiebel steht nicht fest. Wahrscheinlich handelt es sich in den Berichten immer um die Sommerzwiebel oder auch Küchenzwiebel.

Bekannt ist auf jeden Fall, dass die Küchenzwiebel seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz, und Gemüsepflanze kultiviert wird. Bei den alten Ägyptern war die Zwiebel eine Opfergabe und sie diente beim Pyramidenbau als Zahlungsmittel für die eingesetzten Arbeiter. Den Toten wurde die Zwiebel als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits beigegeben. Dies ist durch Funde von Zwiebelresten im Grab des Tutanchamun belegt.

In einer über 4000 Jahre alten Keilschrifttafel gibt es angaben über Zwiebelfelder. Auch im Codex Hammurapi - einer Rechtssammlung des Königs Hammurapis von Babylon um etwa 1800 vor unserer Zeitrechnung - wurden Brot- und Zwiebelzuteilungen für die Armen festgelegt.

Asyrer, Babylonier, Ägypter, Römer und Griechen verwendeten die Zwiebeln in großen Mengen als Gemüse oder Gewürz. Im Griechenland der Antike wurde die Zwiebel der Göttin Lato geweiht, da sie sich nach der Geburt von Apoll mit einer Zwiebel gestärkt hat. Derjenige der im Tempel von Delphi die größte Zwiebel opferte, wurde Lato zu Ehren eine Gabe vom Tisch der Priester gegeben.

Bei den Ägyptern wurden die Zweibeln auf großen künstlich bewässerten Feldern angebaut. Als Gemüse war die heute übliche Speiszwiebel ein sehr beliebtes Volksnahrungsmittel.

Auch bei den Römern war die Zwiebel ein Grundnahrungsmittel der Armen und der Legionäre. Die Legionäre waren vermutlich auch diejenigen die die Zwiebel nach Mitteleuropa brachten.

Der Name entstand vermutlich aus der römischen Bezeichnung "cepula" aus dem sich im mittelhochdeutschen das Wort "zwibolle" bildete und später das deutsche Wort "Zwiebel" entstand.

In Mitteleuropa wurde die Zwiebel zu einer der am meisten verbreiteten Gemüsearten. Sie durfte auf keiner Tafel in der damaligen Zeit fehlen. Sie diente auch im Mittelalter als Amulett gegen die Pest.

In Holland begann man im 15. Jahrhundert unterschiedliche Sorten, in Form, Farbe und Geschmack zu züchten.

In den kommenden Jahrhunderten wurden weiße, gelbe und rote Sorten beschrieben und gezüchtet.

In den mittelalterlichen Klostergärten wurde die Etagenzwiebel wegen ihrer ganzjährigen Nutzung sehr beliebt. Teile dieser Zwiebelsorte konnten auch im Winter geerntet werden. Die heilenden Kräfte der Zwiebel sollten die Fruchtbarkeit stärken, das Blut reinigen und gegen Entzündungen helfen.

Zwiebeln werden bei uns vor allem in Mittelfranken, im Rheinland und in der Umgebung von Erfurt angebaut.